Passend zum Mär(z)chen der letzte Woche nun wieder etwas Römisches: Einst bestimmte es über alles, die Herrschaft, die Ämter und die Legionen. Doch nun wünscht sich das Volk, um zufrieden zu sein, nur noch zwei Dinge, Brot und Spiele. Vor einem Jahr meinte ein gewisser Max: „Hey! Wie wär’s mit einem Kurzgeschichtenverlag?“Und nachdem die Grundwerte Anspruch und Unterhaltung definiert wurden, wird jetzt die Idee des Triumvirats aus Max Haberich, Constantin Schwab und meine Wenigkeit manifestiert: der Kurzgeschichtenverlags Brot und Spiele geht in die Gründung; im Herbst dieses Jahres werden wir die ersten fünf Bücher herausbringen : 3 zeitgenössische Jungautoren (bisher: Maria Jansen und Irene Diwiak) und 2 „Kurze Klassiker“ (ein Band mit Erzählungen von Leo Perutz und eines mit Geschichten […]
Das Logo für die Band Leptyss meines guten Freundes Maximilian Ludwig Perstl. Der Name urspringt aus dem Spiele-Klassiker Rayman: Leptys ist dort ein vogelähnlicher Gott, der auch gerne „Bringer der Nacht“ genannt wird; die Musik dieser Band entspringt jenem jungen Künstler Max, der die musikalischen Grenzen seines „Genres“ (Progressiver Metal) zu sprengen sucht: „The Poison Ivy“ – man darf gespannt bleiben!
Vier zum Preis von einem – was das Leben so kostet, kosten kann … voller Preise, Gewinne und Verluste – hellau Wirtschaft, nein: hellau Liebesbeziehung! Aber Liebe und dieses kapitalistische Jargon in einem Kontext? Was da alles falsch läuft! Außer … Gewinn hieße nicht „mehr“ und Verlust nicht „weniger“, sondern (nicht ganz unetymologisch): „nach etwas suchen, zu etwas gelangen“ und „trennen, lösen„. Dieser Text ist nun drei Jahre alt, und beschreibt das Ende eines magischen, sehr intensiven Jahres mit einer Dame, die einst ihre Innenwelt als Winterlandschaft verbildlicht hat. Rührt mich beim Lesen immer noch zu Tränen – bin halt Melancholiker („Dass Trauer mich, als Glück der Welt, befällt.„).
nicht. Ein Aphorismus für zwischendurch: Keine Entscheidung ist so bedeutend, dass sie nicht den Tod zum Lachen bringt. Juli 2018, bei einem pseudo-weisen Nietzsche-Imitationsanfall
Jahresrückblick, Jahresrückblick, Jahresvorblick – Moment. Zwei Rückblicke, und nur ein Vorblick? Das ist ja nicht symmetrisch. Einen Vorblick machen wir noch. Gut. Zwei Rückschritte, zwei Schritte vor – und ZACK! sind wir auf derselben Stelle gelandet – Nein! Natürlich nicht. Verändert sich ja was, man verändert sich. Wie war das mit Hesses Siddhartha und diesem Flussgleichnis? Kannst einen Stein in einen Fluss werfen, dann wieder, und wieder, und immer ist der Fluss anders, augenblicklich anders. Dann ging es Hesse, wenn ich mich richtig erinnere, darum, dass alles in der Welt eine eigene Zeit hat (Hallo Einstein und Relativität); die letzte Wüste wird irgendwann zum Dschungel, Mensch wird Staub, Stein zu Leben, alles zu nichts und umgekehrt. Ob da man da […]
Im Caféhaus Gedankenversunken schlürft er das Wasser aus einem grauen Glas. Ein dampfender Espresso steht neben ihm, auf dem kleinen graublauen Tisch, und seine Zigarette im Aschenbecher wippt hin und her. Er ist an die gläserne Außenwand des Cafés gelehnt und starrt auf sein schwarzes Handy. Trotz der Frühlingswärme trägt er einen Winterpullover.Mit den Fingern der linken Hand klopft er auf die Holzbank und unter zusammengezogenen Augenbrauen schweift sein Blick von links nach rechts, dann zurück auf sein Handy. Plötzlich reißt es ihn aus seiner Gedankenwelt: ein Prolet steht neben ihm, auf dem Gehweg, und johlt ins Café. Unverständliches dringt aus dem kleinen Lokal. Er fühlt sich gezwungen diese Störung aufzulösen und versucht es mit einer Floskel. Der Prolet zeigt […]
Ursprünglich hatte die Schlange auf dem Wagen einen Apfel im Maul, der aber nach Anmerkung einer vertrauten Kritikerin (Marianne S.) entfernt wurde. Es sah, in Kombination mit dem geschwungenen Stützpfeiler, einem erigierten Penis nicht unähnlich und hätte die Symbolik in eine unnötige Richtung verzerrt.Ein Kurzgeschichtenverlag im Kommen!
Das erst in den letzten Jahren entstandene Werkzeug ‚Abstraktion‘ lässt mich bezüglich Tagen, Monaten und Jahren staunen. Das Jahr 2020 als menschliches Konstrukt, als Ebene, auf die sich ein Teil der Menschheit beziehen kann, um großflächiges Wirken erst zu ermöglichen. Und wie gerne verrücke ich mich von dieser Ebene, um mir vorzustellen, wie die Zeit ohne Rahmen einfach nur dauert, und wir, verwoben mit ihr, auch.Dieses Jahr sind mir einige Prizipien klar geworden:
Netflix‘ Opium-Eigenschaft ist mittlerweile bekannt – und dazu noch die Angebotsfülle, die ähnlich erdrückend ist wie der Besuch einer Bibliothek. Da kam mir eine Dokumentation über Ted Bundy unter, die für mich offenbart hat, zu welcher Verschleierung ein Mensch fähig ist. Ich fand es erschreckend wie harmlos und charmant Bundy wirkt und zu welchen Grausamkeiten er fähig war: ihn als kolerischen Sexisten zu bezeichnen wäre wie Ausschwitz mit einer Hüpfburg auf einem Kindergeburstag zu vergleichen. Kein perfektes Portrait, aber eine Studie mit einer eingefangene Emotion.