Ein kleines Geschenk für einen Kumpel und seine Freundin, die vor kurzer Zeit zusammengezogen sind. Sie hat übrigens nicht vor, Richterin zu werden, und das Gesicht in dieser Zeichnung soll auch nicht an sie erinnern – *hust*.
Als ich ihre Hand mit meinen Fingern spürte – da wurde mir plötzlich bewusst, wie besonders Hände eigentlich sind. Wie intim. Wie viel durch sie geschieht. Durch einfache Berührung. Werden zwei scheinbar Getrennte scheinbar vereint, für die Dauer des Kontakts … über eine Fingerspitze voller Lust oder reinste Blöße in einer Handfläche … ein Griff und Bestimmung – oder Knöchel und Blut. In der Hand eines Menschen steckt Zukunft und Vergangenheit. Und ihre zog sie von mir fort.Schließlich war sie meine Patientin – gewesen, bis zu diesem Augenblick. In dem ich mich nur befand, weil wir uns bei der letzten Behandlung beinahe geküsst hätten. Und eigentlich auch, weil es schon so spannungsgeladen begonnen hatte.Lesend saß ich hinter der Rezeption, als […]
Da gleitest du vorbei,du junge, wilde Schöne.Vor dir,an einer Leine,ein kleiner Hund, der tänzelt;und hinter dirstürzteinzig die Wirklichkeitzusammen:An jedem deiner so sinnlichen Schrittetanzt du Weiblichstesin die Welt hinein;mit wehenden Lockenund weichglatter Haut,formte wohl sicheine Göttin dich –die du jetzt auch noch mich:erblickst – !Mit deinen dunklen Augenpeitschen Fesseln auf mich ein! –dass ich, am Pranger meiner Blöße, sobeginne,lautlos nach dir zu schrei‘n.
Fernste, glasige Fremde glitzertim Hauchestanz um Hautenweltan den Gefühlsgrenzen,hinter denen noch ein Anderherzschimmerschlagend klirrt. SchwingungsstößewerdenMelodiestöhnen, dasaus zungender Lippenlustan Lustlippen kitzelnd zuckt und bebt,und stößt und nimmt und wollen lässt, vereintim Körperklaffen zwei,die sich entblößend treiben,bisdurch schattigen Orgasmusglanz der beidenGeborgenheit schillert. Doch schonschlafflüchtet sieaus ihrem Blößeliegen;und ersehnsuchtet, trotzihrer Jetztnähe.
Nächste Woche werde ich ein Mal literarisch und ein Mal musikalisch auf der Bühne zu sehen sein, Mittwoch und gleich am Donnerstag: Es beginnt nächsten Mittwoch, 23.2. um 19:00: 3 Autoren, 1 Musiker, noch 1 Autor und 1 Maler werden einen verdammt geilen Abend füllen: Lesung zum Thema Erröten erbeten. Also mehr als eine Doppelveranstaltung; mal eben ’ne sechsfache. Und gleich am Donnerstag, 24.2. um 20:00 die „einfache“ Doppelveranstaltung: Mein guter Freund Constantin Schwab präsentiert im kleinen Rahmen seinen Debut-Roman „Das Journal der Valerie Vogler“, was musikalisch begleitet wird von meiner Band Plague Bird, die nicht nur zum ersten Mal auftritt, sondern auch akustisch statt elektrisch verstärkt ihren Progressiven Rock spielt. Es würde mich wahnsinnig freuen, euch bei beiden Veranstaltungen […]
Ich suche dich, o Antwortauf eine Fragedie Raum und Zeit durchdringt:Warum?Durchs Leben leiden?Warum sich aufgeben für Höheres?Warumdas Streben,wenn doch nur das Sterbenwartet?Ah, der Tod. Weil wir nicht mehrdaran glauben, worum die Ägypter, gar die Griechenwussten:Weiß man denn um das Leben nach dem Tod,ja:Da lebt es sich ganz anders!Pyramiden werden gebautund Gedankensysteme geschmiedet,um des Daseins Samen entfaltenddie Herrlichkeit prachten zu lassen!Aber wir,wir bodenloses Zeitalter,wir jüngster Geist, dem der Glauben fremd geworden ist,wir ertrinken in der kälter werdenden Welt,während sich unsre Erde erhitztaufgrund dieser Kälte – Distanz!Warum?Warum, wenn alles dem Untergang geweiht ist? Nicht nur die Welt,auch der Mensch,und sogar: man selbst! Warum?!
Morgen, um 13:00 geht’s los! Der bewundernswert strebsame Gerald Eschenauer, der durch Corona hindurch Lesungen veranstaltet hat, als ob nichts wäre, hat im Rahmen seines Kärntner Autorenverbands eine ganz nach meinem Geschmack verrückte Idee umgesetzt: 48 Autoren in 24 Stunden nonstop. Ich gehöre zu den Glücklichen, die mitlesen dürfen (am Samstag in der Früh, von 7:00-7:30); wie auch der wunderbare Constantin Schwab (auch samstagfrüh, von 6:30-7:00 und der faszinierende Harald König (noch samstagfrüher, von 2:30-3:00) Und HIER geht’s zum gestreamten Event! Und hier noch ein kleiner Vorgeschmack meinerseits: die Todeswellen brechen und zerberstenum alles Land, noch bis ins letzte Hausentströmen, greifen, reißen sie sie ausund hinterlassen Welt für die einst ersten
Da brechen Wellen aus allen Seitenund fluten sich im Mittelpunkt empor;entdringen klingend in alle Weiten,berühren spürend die Weltenheitenund einen sich im ewigen Zuvor.
Frohes, neues Jahr euch allen! Kraft und Mut und Lust und Laune, schwere wie auch leichte Zeiten, Glück und Trauer, Schmerz und Erfüllung, ja: Lebendigkeit, das wünsch ich euch! Und so folgt das erste Gedicht des Jahres 2022: Dunkelheiten,Sternensaat;klaffende Weiten,Gottesstaat;endliche Leereunendlich gefüllt –aus lauter bunter Lichterschwereleichter Stoff das Dasein fest in Stille hüllt.
Habt ihr nichts Besseres zu tun, in eurem Leben, als gegen Corona zu demonstrieren? Nichts Dringenderes, gar Wichtegeres steht an? So fertig mit euch selbst, mit Vergangenheit und Zukunft, so ideal seid ihr schon geworden, dass euer Aufschreien – euer Kritisieren – gegen eine höhere Ordnung gerechtfertigt ist? Während der Staat für alle entscheiden, verantworten muss und ihr einzelnen zu entscheiden und verantworten hattet, ob eher das Red Bull oder die Cola das richtige Zuckergift ist für euch geschmackslose Wesen? Ach, ihr wehrt euch bloß gegen die „politische Ungerechtigkeit“? Weil ihr euch höher seht als das erhaltende System? Ihr vom Luxus zerfressenen Königsmenschen, die am höchsten stehen und am weitesten sehen, weil ihr ja wisst, was ihr da tut: Den […]