Die Dunkelzeit neigt sich ihrem Umkehrpunkt zu: Morgen ist jener kosmische Tag der Wintersonnenwende; hier im Westen fast vergessen. – Hab mal irgendwo gelesen, dass die Geburt Christi damals mit diesem Tag übereinstimmte, was ja – auch unabhängig vom christlichen Kontext – ein schönes Aufeinandertreffen von natürlichen Finsterstunden und menschlichem Retterlicht ist; aufgrund der Präzession wurde dieses Datum auf den 21. bzw. 22. Dezember vorverlegt – aber was weiß ich schon … das weiß ich: Nachdem in der zum Träumen und zur Demut anregenden Netflix-Doku-Serie Ancient Apocalypse ein kurzer Clip eingespielt wurde von Sonnenuntergängen aufeinanderfolgender Tage, und unser Stern mit jedem Abend weiter nach links über den Horizont wanderte, bis zu einem gewissen Punkt, an dem er dann verweilte und […]
Wo lässt mich dieser Wahnsinn beginnen, aufgespannt zwischen verstörenden Schönheitsidealen und verstörenden Zukunftsidealen?Die einen lassen ihr Aussehen manipulieren, um in gewissen Perspektiven, die von Kameras eingefangen werden, hyperästehtisch zu erscheinen – dabei gleichen sie grauenhaft überzeichneten Puppengesichtern, die sich alle nicht nur viel zu sehr ähneln, sondern auch seltsam unmenschlich wirken: Also irgndwos is do foisch in dem Gfriß. Ob Männer, die ihren Kiefer verbreitern lassen oder Frauen, deren Lippen nicht voll genug sind – ich weiß! Dies ist keine Neuheit; dass man diesen falschen Gesichtern aber immer häufiger begegnet: schon. Natürlich nimmt Homo Modernus sich das Recht, seine Erscheinung zu verändern; wir sind letztlich ein höchst manipulatives (mit der Hand verändern) Wesen! So sehr, dass wir mittlerweile über der […]
18:16 Uhr, an der massiven Wolke am schalblauen Himmel brechen sich Sonnenstrahlen. Rechts von mir wartet eine Leinwand mit grober Grundlage für zwei Gesichter – schrecklich sieht’s aus, noch! Wenn ich eins bezüglich Kunst gelernt habe, dann: Eine vage Grundlage schaffen, die man dann, im Prozess, in die Perfektion schleift – was auch immer das bedeutet (bei mir ist es ein Gefühl, das eintritt und etwas ausdrückt wie “jetzt stimmt’s”).Ein Monat ist die letzte Meldung her; zur Zeit schwelt es an einigen Enden: Meinen Debutroman Netzlos in die vierte Fassung zu schmieden; genug Leinwände fertigzustellen, um die Selbstständigkeit nicht an den Nagel hängen zu müssen (eine Leinwand und diverse Zeichnungen sind noch verfügbar, falls Kaufinteresse besteht – gerne Kontakt aufnehmen); […]
Nächste Woche werde ich ein Mal literarisch und ein Mal musikalisch auf der Bühne zu sehen sein, Mittwoch und gleich am Donnerstag: Es beginnt nächsten Mittwoch, 23.2. um 19:00: 3 Autoren, 1 Musiker, noch 1 Autor und 1 Maler werden einen verdammt geilen Abend füllen: Lesung zum Thema Erröten erbeten. Also mehr als eine Doppelveranstaltung; mal eben ‘ne sechsfache. Und gleich am Donnerstag, 24.2. um 20:00 die “einfache” Doppelveranstaltung: Mein guter Freund Constantin Schwab präsentiert im kleinen Rahmen seinen Debut-Roman “Das Journal der Valerie Vogler”, was musikalisch begleitet wird von meiner Band Plague Bird, die nicht nur zum ersten Mal auftritt, sondern auch akustisch statt elektrisch verstärkt ihren Progressiven Rock spielt. Es würde mich wahnsinnig freuen, euch bei beiden Veranstaltungen […]
Habt ihr nichts Besseres zu tun, in eurem Leben, als gegen Corona zu demonstrieren? Nichts Dringenderes, gar Wichtegeres steht an? So fertig mit euch selbst, mit Vergangenheit und Zukunft, so ideal seid ihr schon geworden, dass euer Aufschreien – euer Kritisieren – gegen eine höhere Ordnung gerechtfertigt ist? Während der Staat für alle entscheiden, verantworten muss und ihr einzelnen zu entscheiden und verantworten hattet, ob eher das Red Bull oder die Cola das richtige Zuckergift ist für euch geschmackslose Wesen? Ach, ihr wehrt euch bloß gegen die „politische Ungerechtigkeit“? Weil ihr euch höher seht als das erhaltende System? Ihr vom Luxus zerfressenen Königsmenschen, die am höchsten stehen und am weitesten sehen, weil ihr ja wisst, was ihr da tut: Den […]
ist doch der einzig würdige Beginn für einen Blogeintrag nach längerer Pause. Jut: Zweieinhalb Monate ist dann doch schon ziemlich lang länger – aber nicht so lang wie der liebe Ludwig Wittgenstein, der über 30 Jahre Schreibpause eingelegt hatte.Also was gibt’s zu erzählen? Von dunklen Tiefpunkten und hohen Lichtblicken … aber davon könnte ein jeder erzählen. Nicht nur in dem Punkt sind wir alle gleich; wir atmen auch alle. Essen und scheiden aus, schlafen und wachen. Leben und sterben. Und trotzdem wird so viel Aufhebens um die ach-so-wichtigen Unterschiede gemacht … Unterschiede, die dann immer bis in den Kern selbst getrieben werden wollen, um einen kernverschiedenen, grundverschieden Schein über das Wesentliche zu legen … Eckhart Tolle hat auf einen schönen […]
So hat die Sommerpause auch mich erwischt. Die große Nase voll von Schaffensschnodder hatte mich alle Schwerkraft ins Loslassen gezogen. Und HALELUJA! hat das gut getan! Nach einer kleinen Europarundreise (Belgien, Deutschland, Österreich, Italien) bin ich nun wieder in meinen vier Wänden, um zu schaffen, was das Zeug hält: die Schönbrunn-Leinwand, die einfach knechtend riesig erscheint; einen Weißdorn aus dem Augarten mit einem hübschen, kleidchentragenden, laufenden Mädchen – fehlt noch Schatten- und Lichtfeinschliff; und mein Monsterprojekt Netzlos – dessen letzte 12 Kapitel noch überarbeitet werden wollen.Ansonsten bin ich ungewöhnlich braun geworden, habe mich erneut in Italien langfristig und in eine Italienerin kurzfristig verliebt und Eines, Wichtiges verstanden: im Ruhen ordnet und ankert sich etwas im Inneren. Und ähnlich, wie es […]
Nächste Woche Dienstag, 19:30 im Badeschiff an der Donau: PROSA COLADA-Lesung mit dem jungen ÖSV. Icke darf auch lesen; also kommt vorbei! Die Azteken hatten’s kapiert: 13 Monate à 4 Wochen macht 364 Tage, ergo ein Jahr. Dann noch alle 4 Jahre ‘nen Tag dazu und zack, feddisch: Sonnenumlauf der Erde eingefangen. Wäre es nicht großartig unseren gregorianischen Scheiß für so ein perfekt verlässliches System aufzugeben? Jeder Monat begänne mit dem selben Wochentag, endete mit dem selben. Alles gerade, ohne Kanten, Ecken; einfach nur schlüssig. Ineinander gefügte strukturelle Eleganz – die zum fucking Einschlafen wäre. Klar. Wär dann logischer, so. Aber wo bleibt die Abwechslung?Einer der bekannten Weltautoren sagte Mal etwas wie: Wäre die naive Vorstellung von Himmel (Kuchen fressen, […]
Es ist wieder so weit! Ein Monat neigt sich seinem Ende zu, und bereitet schon dem Nächsten wieder einen Anfang! Ach, dieser ganze Wahnsinn mit unendlichem Geende und unursprünglichem Beginne – Nietzsches mag vielleicht an der ewigen Wiederkunft zu Grunde gegangen sein – aber warum auch musste er an diesem Grunde verweilen?“Ist der Juni warm und nass, gibt’s viel Korn und noch mehr Gras.” – herrlich dieser bäuerlichen Redewendungen; und erschreckend, wie das auch auf die Corona-Zeit zutrifft: Regale proppenvoll mit Korn-Flaschen, und überall sprießen CBD-Shops wie Pilze aus den Geschäftsstraßen – geht doch nach Amsterdam, ganz ehrlich! Warum hat denn Wien nur den 12. Platz der lebenswertesten Weltstädte gemacht, 2021? HM?! Am mangelnden Tourismus und fehlender Kultur für 1,5 […]
… würde ich schreiben, wenn es sich hier um eine Abhandlung indischer Philosophie hielte. Einiges zu erzählen gäbe es da über dieses so verzaubernde Wörtchen Maya, die als “unergründliche Schöpferkraft des absoluten Brahman” gilt – der ewige Schleier.Da ich aber nicht genügend davon verstehe, überlasse ich es euch Lesern, die Bhagavad Gita zu lesen, oder mal ganz nett mit Hesses Siddhartha anzufangen, oder einfach ein kleines Philosophie-Studium durchzudrücken; hier in Wien kostet’s ja kaum was – ansonsten kann ich den Dr. Arno Böhler empfehlen. Überbrückt die Kluft zwischen westlicher und östlicher Liebe zur Weisheit ganz interessant, wie ich finde – womit wir die Brücke zurück zum Westen schlagen können: Maia. Die gute alte römische Göttin. Frau von Vulcanus, dem römischen […]