In meinem Tagebuch, das halb digital (Evernote sei dank) und halb handschriftlich geführt wird, habe ich folgenden Satz aufgeschrieben: Das Leben, die Umwelt, antwortet nicht mir, sonder ich ihm. Oder wir uns beiden. Inspiriert wurden diese Worte durch ein Ereignis in der Steiermark, in der ich just war, um eine neue Leinwand in einer ganz bestimmten Stimmung zu malen: schwere, dunkel- und hellgraue Wolken, die über saftigem Grün der in der Ferne immer dunstiger werdenden Bergketten hängen und sich in den graugoldenen Weizenfeldern, die von Mohn- und Kornblumen durchwachsen sind, brechen.Erlebt hatte ich diese Stimmung Wochen zuvor, als ich von Belgien zum ersten Steiermark-Besuch dieses Jahres reiste (meinen Eltern sei Dank); damals fehlten mir aber die Mittel, um die Leinwand […]
Vorab: nächste Woche Dienstag ist es so weit: um 19:30 startet im Badeschiff die Prosa Colada! Seeleneinblick – Die Hand frei fließen lassen, an einem (klassischen) Samstagmorgen Ich steh‘ auf Kohle. Also wenn es darum geht mit ihr zu zeichnen, und nicht, sie mit eigenen Händen abzubauen (also nachdem ich drei Kilometer auf Händen und Knien zu meinem Arbeitsplatz gekrochen bin, der unterbezahlt und mich mit Mitte dreißig wahrscheinlich umgebracht haben wird; ach und dann noch die drei Kilometer Rückweg, nach einem ganzen Tag körperlicher Tortur. Aber wenigstens kann ich meine Familie ernähren). DIN A3-Format.
Der eigentliche Monatsplan für diese Website war zu jedem Monatsende einen Blogeintrag zu schreiben. Zu viel Arbeit und notwendiger Urlaub haben dies vertagt. Zwei Wochen. Naja. Soll schlimmeres geben. Wie zum Beispiel das Reserve-Polizeibatallion 101. Kann mir kaum vorstellen, wie es C.R. Browning dabei ergangen sein muss, diese Hölle aus der Vergangenheit auszugraben. Verrückt. Glaubensgrenzend. Man hört ja doch von Verschwörungstheorien einer flachen Erde, oder, dass die Mondlandung 1969 nicht stattgefunden hätte. Bei letzterem kann ich nach Brownings Lektüre zumindest ein intuitives Zweifeln nachvollziehen – es ist doch unvorstellbar, das 250.000 Menschen an einem Strang gezogen, für das eine Ziel, den Mond zu beschreiten, unerschöpflich gearbeitet hätten – haben. So etwas kann der Mensch halt auch. Und dann,
100*100cm, für meinen Onkel Gerd und seine Familie, alle vier vom Sternzeichen Löwe. Erste Auftragsarbeit, die dann Geburtstagsgeschenk wurde – Lebensfluss in allem.
Im Rahmen der Pandemie gab’s mit Jung Wien 14 eine im letzten Blogpost bereits besprochene Lesung. Dies ist ein Text, in dem ich versucht habe, mich mit Wittgensteins tractatus logico-philosophicus auseinanderzusetzten – und wo sonst, als in einem Wiener Café (die für die Szenerie des Textes stammende Inspiration hat – so hilf mir, Maria – ritterliche Wurzeln)? Bis nächsten Dienstag!
Vorab: die nächsten Lesetermine:– „Prosa Colada“ – Dienstag, am 25.8. um 19h30 im Badeschiff an der Donau– Buch13-Lesung in Kärnten – Donnerstag, 3.9. (Ort und Zeit folgt)– Eine weitere Lesung wird im September in Niederösterreich stattfinden– Jung Wien 14′ -Lesung – Montag, 5.10. im Renaissance Hotel Marriott– Jung Wien 14′- Lesung in der Villa Wertheimstein (2. Oktoberhälfte) November und Dezember stehen noch aus! Nun zum Rauchergedicht, dass meiner derart genussvoll und schön rauchender Nachbarin gewidmet ist: Eines sonnigen Morgens Ein Netz aus dünnbläulichen Rauchfädensteigt tanzend der Sonne entgegenund ein kleiner Impuls meiner Fingerlässt Aschestaub zu Boden schweben.. Wien, Juni 2020
Zu viele Stunden, aber es war es wert. Meiner Meinung nach. 80cm*60cm groß. Begonnen letztes Jahr im Oktober, vor Ort in Stoupa, in einem intuitiven, aber ganz unzufriedenstellenden Stil. Dieses Jahr im April mit der Überarbeitung begonnen, et voilà!
Corona + PEN Club = Anthologie „Notfall: Covid-19 – Texte zu und in der Pandemie“ Und plötzlich trinken wir die selt’ne Ruh,an Tagen, welche endlos Sonntag sind.Es weht ein sanfter, liebevoller Windund frühlingseinsam wird das Ich zum Du. Der Heilungskrieg lähmt jäh die stolze WirtschaftWas lässt sich retten, und was ist zu stunden?Es brechen Schulden auf, es heilen Wunden,der Staat verordnet alles der Gesellschaft. Wir tanzen zyklisch, tanzt so auch das Leben?Für wie viel Irren noch bleibt uns die Zeit?Der Kosmos lacht, verlacht, die Erde schreit. Was wär‘, wenn statt zu nehmen, wir mehr geben?Doch Mächte führen uns in Gier und Streit –das Virus war ein erstes, mildes Beben.
macht sechs, widewidewitt und drei macht Neune. Ich mach mir die Welt …Hey Pippi Langstrumpf – die ja offensichtlich die Schwester von Kaka Kurzschuh ist. Wenn die Zeit reif wird für eine emanzipatorische Männerbewegung, in ein bis drei Hundert Jahren vielleicht, dann wird man Geschichten von Pippis Bruder lesen können. Von irgendjemanden. Vielleicht.So viel zum gehaltvollen Teil des Blogeintrags. Was gibt es sonst noch zu schreiben? Über das Wetter? Der Juni aprilt ja ziemlich. Schon lange hatte ich kein Gewitter mehr erlebt, und dann gab’s gleich drei, vier heftige hintereinander; mit Platzregen, Blitzrissen, Regenbogen und Hoch-Tiefs. Als ob das Wetter den kollektiven Seelenzustand spiegeln würde. Was es ja nicht tut. Weil – es tut’s eben nicht. Da darf man nicht […]
Auch, wenn sich das Gedicht der letzten Woche auf die Technologie bezieht – Hinfortschritte sind scheinbar überall möglich. Und dennoch mag ich diese Leinwand.