Es waren einmal zwei Völker. Nennen wir die einen Germanen, die anderen Römer. Und – ja: um die Geschichte kurz zu machen: die Römer haben alles gefickt. Also metaphorisch. Vielleicht auch ein wenig wortwörtlich, aber verbleiben wir bei der vor emotionalem Sicherheitsabstand strotzenden Metapher.Diese Römer, die – ich mein: die hatten mehr als’n Taui Regierungszeit, über 1000 Jahre eben; das darf man nicht einfach so unter den Perserteppich kehren, aber – die haben den Germanen den Langtag weggenommen, den Langtag! Denn dies war ihre Bezeichnung für den dritten Monat unseres Jahres, im Germanischen dann „Lenzmond“ oder „Lenzing“ genannt (Etymologisch entstand das aus dem logischen Zusammenschluss aus „lenzo“ (=lang) und „tina“ (=Tag)), also der Langtag. Und natürlich musste es Langtag heißen! […]
Zeichnung zu Hamed Abbouds Text „Hasta la vista, baby“ in unser bald erscheinenden Anthologie „Die Zerrissenen Zwanziger„. Elf weitere Zeichnungen werden in den nächsten Wochen hier veröffentlicht werden!
What?! Ich meinte: „Der Selbstpfeil“ UND „Tunnel“. Beide Gedichte sind hier bereits veröffentlicht, jetzt nochmal „inszeniert“:
Das Logo für die Band Leptyss meines guten Freundes Maximilian Ludwig Perstl. Der Name urspringt aus dem Spiele-Klassiker Rayman: Leptys ist dort ein vogelähnlicher Gott, der auch gerne „Bringer der Nacht“ genannt wird; die Musik dieser Band entspringt jenem jungen Künstler Max, der die musikalischen Grenzen seines „Genres“ (Progressiver Metal) zu sprengen sucht: „The Poison Ivy“ – man darf gespannt bleiben!
Helau und Alaaf! „Hölle auf!“ und „alles weg!“, so bejubeln die Narren den Februar. Unseren Februar, gregorianischer Zweitling im Jahr, benannt nach dem römischen Reinigungsfest Februa („Sühnemittel“). Damals wurden noch – der römischen Göttin der Geburt Juno wegen – junge Frauen mit Ziegenfell-Riemen gepeitscht, um sie vor Unfruchtbarkeit zu wahren … heute – ich mein: kein Wunder, dass aus diesem römischen Feiersamen unser Narrenfest Karneval entwuchs, das einer sprudelnde Quelle des Dionysos in alltagsgrauer Gebirgsweite gleicht – nur schießt zwischen den Steinen dann kein Wasser, sondern purer Absinth hervor. Ja gut, man verkleidet sich, schmückt und baut Wägen, von denen „Zuckerl“ oder „Schicken“ beim Festzug durch die Luft geschmissen werden, unangenehm hart, kältebedingt, landen diese Teufelssteinchen auf Gliedmaßen und Köpfe; […]
Ob in den Zwanzigern oder am Ende seines Lebens. Eine Kurzgeschichte über einen eisernen Richter, dem das Schicksal alles genommen und alles gegeben hat. An Tagen wie diesem gebe ich mich durch die Häufigkeit solcher erlebten Tage beinah gezwungen bereitwillig meiner ohnehin schon durch mein Alter bedingten Bedeutungslosigkeit hin. Meine Erfahrung lehrte mich, diese tagesbeherrschende Steifheit, die heute bereits mein ganzes Erleben gerichtet haben wird, zu lieben.Zunächst beginnt so ein Tag mit einem besonders auszehrenden Krieg – nicht, dass es sonst anders wäre, nur fällt es mir an anderen Tagen leichter – ein Krieg, der von dem alten, dürren Gestell, das sich mein Körper schimpft, gegen mich ausgetragen wird: denn das Erheben, und das Sich-hinein-Zerren in den Tag, ist dann […]
Das Deckblatt für die kommende Jung Wien ’14 Anthologie „Die Zerrissenen Zwanziger“. Die unfröhliche Wissenschaft hat hier auch ihren Ausdruck gefunden – ähem.
Imitationsanfälle – Inspiration – wo ist da der Unterschied? Versuch einer modernen Stellungsnahme: Die unfröhliche Wissenschaft Das Wesen der Welten will wildern,verbildert in taktendem Licht.Zerfaktend das Wilde zu mildern:was Wissenschaft sucht und verbricht. Sie eifert ins eisige Nichts.
Ich hab’s! Endlich hab ich die Erklärung für den ganzen Corona-Wahnsinn! Weit von Verschwörungstheorie, und nah an Wahrheit: Die Regierungen aller Länder haben sich zur Aufgabe gesetzt, den Menschen zu verunstalten: ihn mit für den Westen so ungewohnten Masken zu verhässlichen; vor allem durch das seit gestern ständig zu tragende FFP2-Atemgefängnis mit seinen viel zu straffen Gummibändern, die dem Menschen schleichend Segelohren ins Erbgut programmieren; die Gesellschaft zu verdumboisieren! Nach dieser übertrieben langen und redundanten Einleitung aber nun zum Titel: Der heilige Januarius; Nietzsches Lieblingsmonat, der ihm als Symbol des neuen (Jahres)Beginns Hoffnung schenkte nach seinen langen Krankheits-Phasen … zum Januar zitiere ich: „Janus, nach dem auch der Monat Januar benannt ist, war der römische Gott des Anfangs und
Vier zum Preis von einem – was das Leben so kostet, kosten kann … voller Preise, Gewinne und Verluste – hellau Wirtschaft, nein: hellau Liebesbeziehung! Aber Liebe und dieses kapitalistische Jargon in einem Kontext? Was da alles falsch läuft! Außer … Gewinn hieße nicht „mehr“ und Verlust nicht „weniger“, sondern (nicht ganz unetymologisch): „nach etwas suchen, zu etwas gelangen“ und „trennen, lösen„. Dieser Text ist nun drei Jahre alt, und beschreibt das Ende eines magischen, sehr intensiven Jahres mit einer Dame, die einst ihre Innenwelt als Winterlandschaft verbildlicht hat. Rührt mich beim Lesen immer noch zu Tränen – bin halt Melancholiker („Dass Trauer mich, als Glück der Welt, befällt.„).