Français? English? Entschleunigung, Tod. Gesenkte Verschmutzung, Panikmache. Eigentlich wollte ich nicht darüber schreiben. Aber es ist unvermeidlich – und inspirierend. Wie schön ist es zu sehen, welch drastische Maßnahmen genommen werden, wenn es um das Leben des Menschen geht? Wie traurig ist es gleichzeitig, dass diese Maßnahmen so viel Leid mit sich ziehen? Da tun sich Klüfte auf, zwischen denjenigen, die sich ihre Mäuler über Fakten zerreißen. Fakten. So viele Faktoren, dass jedes Urteil, jedes Gut-Gemeinte irgendwie einen Wahrheitsgehalt hat. Und ich, als Normalo? Was hab ich in diesem ganzen Informationsfluss zu verstehen, wenn die einen zu rücksichtsvoll und die anderen nicht rücksichtslos genug sind? Pro und Contra. Während die Gegenwart doch auch für sich allein spricht, beinah unabhängig. Was […]
so voll der augenblickvon wandelnden feinstheitenvon vielschichtiger zusammenbedingtheitvon ueberwaeltigendem dauerndes dauert kaum denn andauernd wirds und auch wenn werden wildertsteckt stetes stets im staendigenweil nichts die zeit geboren hat das ueberall herrscht als allendes allbis in die kleinsten ecken hineinwo allein raum und zeit aufhoeren waer das nicht wunderlich
English? Français? Der Klang eines Saxophons – wie ein Virus ist er (Black Cats & Cigarettes als Beispiel). Auch sind Symptome wie tiefes Empfinden, Begeisterung, Kopfnicken oder Körperwippen unvermeidlich. Weghören ist das einzig bekannte Medikament. Und warum auch sollte man dieses nehmen wollen? Vielleicht, weil man jung ist … aber, dass ein solcher Virus jeden befallen kann, lässt fragen: was kann ich eigentlich tun, dafür oder dagegen?
So könnte das Selbstpfeil-Gedicht verbildlicht werden. Oder auch nicht.
In der Mitte ruht das Nichts,das zum Extremen hin entsteht;und spielend wütet sich’s,um grenzenweit zu geh’n:daseinsfern aber,schärft es Leid mit Unsinnund zerrichtet Wirklichkeitzu Grunde.Dieses unsinnige Leiden klafft in sich unliebendem Ich eines Jeden,der im Fremden das zu finden sucht,was er sich selbst nicht gibt: – – Wie schwer ist einfach sein! Wie sehr genügt das Werden? Aufs Nimmersatte pfeilen wir Notwendigkeit,freien unsere Schuldund jagenuns mit unserem Willensbogen,um uns zu tragen,bis der Tod uns trifft.
English? Français? Aus dem Leben eines Taugenichts war einst, bei einer langen, sehr langen, sehr sehr, sehr langen Wanderung von Münsingen nach Ulm ein Gesprächsthema mit einem gewissen Herrn Ulrich Stolte. Dabei bemerkte er, wie Eichendorff in seiner Erzählung Vogelgesänge wiedergab durch lautmalende Sätze mit zusätzlichem Sinn. Und wie schön, dass diese wahnsinnig lebendigen Vögel, diese Dinosaurierwinzlinge, endlich wieder den Morgen bezwitschern (nicht, wie Jürgen von der Lippe das Zwetschkenschnäpschen zwitschert).Worüber diese Vögel dermaßen aufgeregt piepen? Mit circa 100 Millionen Jahren auf dem Buckel wird deren Sprache vielleicht etwas komplizierter sein, als: „guck ma‘, das isn Wurm“, oder „Alda! Frieda hat schon wieder en Ei jelegt.“„Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt“, lautet der Punkt 5.6 aus Wittgensteins […]
Spricht‘s, wenn sich das Ich zerbricht:„Teilweise bist dualt wie das Leben,leer wie das Alljäh wie das Jetzt.“„Was bin ich?“, fragt das Ich.Spricht’s: „Mach dich nicht lächerlich, das Was wichtigt nicht. Wichtig ist,dass du Ichim ewig Wichtiger’nnicht unwichtigst.“„Also wichtich bin ich!“, ruft das Ich.„Bloß teilweise“, spricht’s. Wien, 2019
Das schönste am Skizzieren, ob schreibend oder malend, ist der freie Fluss im Schaffen. Und, dass man das im Nachhinein Störende auf die Form der Skizze schieben kann.Neben der Romanarbeit widme ich mich zur Zeit aber einer ander Leinwand: einem Philodendron, realistisch gemalt. Sollte im Februar fertig gestellt sein!
A: Wachen Sie auf.B: Ich … ich habe geträumt!A: Sagen Sie mir, was Sie sehen.B: Farben?A: Sehr schön. Und weiter?B: Strukturen?A: Ein Wirklichkeitsanker … noch etwas?B: Gesetz…mäßigkeiten.A: Wir nähern uns. Vielleicht sehen Sie auch eine Kuh?B: Eine Kuh?!A: Also sprach Zarathustra.