Der Selbstpfeil

In der Mitte ruht das Nichts,
das zum Extremen hin entsteht;
und spielend wütet sich’s,
um grenzenweit zu geh’n:
daseinsfern aber,
schärft es Leid mit Unsinn
und zerrichtet Wirklichkeit
zu Grunde.
Dieses unsinnige Leiden
klafft in sich unliebendem Ich eines Jeden,
der im Fremden das zu finden sucht,
was er sich selbst nicht gibt: – –

Wie schwer ist einfach sein!

Wie sehr genügt das Werden?

Aufs Nimmersatte pfeilen wir Notwendigkeit,
freien unsere Schuld
und jagen
uns mit unserem Willensbogen,
um uns zu tragen,
bis der Tod uns trifft.