Sklave

Servus! Ich bin ein Sklave meiner selbst. Meines Selbst. Seitdem ich mich erinnern kann, bin ich hier. Hier ans Eisen gekettet, und wo mich niemand hören kann. Das Gute an meiner Lage: niemand, der mich geißelt, bestimmt, beherrscht – denn als mein eigener Sklave, ich mein‘ … da ist es ja wieder! Das fremde Licht! Dieses warme, wohlige – wenn diese verdammten Ketten nicht – jetzt lasst mich dorthin, verdammte – aaaah! Jaah … dieses Licht … schwarzer Nebel? Feuer? Schreie? Was macht die Hölle denn jetzt hier? Dann ist’s wohl wieder an der Zeit. Los, ich bück‘ mich. Ich lass mich leiden – genau! Bestrafung ist richtig! Das – hab‘ ich verdient! Und das! Und das!

Das war gut! Angenehm war’s nicht. Wenn ich darüber nachdenke … ich versteh nicht, warum … uh! Da hinten scheint das Licht wieder, das angenehme! Wenn diese verfluchten Ketten – bei jeder neuen Bewegung schmerzt alles, ich – will, ich muss dorthin – da, ein bisschen noch – aaaah! Dieses Licht … Moment! Die Hölle ist wieder hier! Na, dann … das Notwendige. Genau! Richtig! Das – hab – ich – verdient.

So. Irgendetwas ist mir doch vorhin klar … das Licht. Da! Da hinten! Von wo kommt es? Es fällt … von irgendwo … von außen? Von außen! Vielleicht – sollte ich hier stehen bleiben? Hier, bei mir stehen bleiben … Huch! Die Eisenketten sind weg! Und das Licht auch! Und – ich leuchte!