Die Schlange

Ihr Gesicht puterrot, die Augen verengt, Abscheu im Gesicht – „Ich bin doch nicht abergläubisch!“, hallt es durch den Raum. Ihr Blick flüchtet, weicht aus, weicht dem Blick aus, der sie bedroht, der sie in Frage stellen will – „Das ist doch Blödsinn! Das sind Verrückte, die dir weismachen wollen, dass das gut für dich ist!“, spuckt sie, die Schlange.
Alle Anwesenden wissen, wie es um sie steht: sie verrottet innerlich; ihr Körper hat sich gegen sie gewendet und sie zermürbt. Hoffnung bedeutet nur noch mehr Schmerzen.
Die Schlange wird zum Drachen: „Das ist EIN Mann! Und du glaubst nur einem Mann allein?!“ Der Drache zum Menschen. „Erzähl mir doch nichts. Dieser Poporov oder wie der heißt kann zu Hause bleiben. Und Krebs heilt das ganz bestimmt auch nicht.“

Dezember 2017